Evangelisch-Lutherischer Dekanatsbezirk Rosenheim

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Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Webseite,
liebe Mitglieder unserer Kirche!

Die Maßnahmen gegen die schnelle Verbreitung des Corona-Virus bringen für uns alle große Änderungen unserer Gewohnheiten mit sich.
Um Menschen zu schützen und allen genügend Zeit für helfende Maßnahmen zu geben, müssen jetzt ziemlich ungewohnte Schritte erfolgen: Veranstaltungen werden abgesagt, direkte Kontakte in vielen Fällen sehr reduziert, auch in der Kirche.
Mit dem Gedanken an das Wohl unserer nächsten Mitmenschen sind das notwendige Schritte aus Nächstenliebe.
Auch, wenn es sich zuerst vielleicht so anfühlt: Das Corona-Virus trifft uns nicht wie ein Meteorit, ohne dass wir etwas unternehmen können. Es ist eher wie ein schnelles Auto – wir können etwas tun! nämlich die Bremse betätigen, langsamer fahren, manchmal ist eine Vollbremsung nötig.
Indem wir das tun, mildern oder verhindern wir den harten Aufprall und größeren Schaden, und darum geht es gerade.

Deshalb verstehen wir die Absagen von Veranstaltungen und Treffen, Quarantänen und ähnliches nicht als Handlungen gegen Menschen, sondern als Taten, die für die Sicherheit aller unternommen werden, als tätige Nächstenliebe und Verantwortung, mit der ein zu schnelles Verbreiten des Risikos eingedämmt werden soll.

Keiner möchte gerne angesteckt werden, keiner möchte gerne andere unwissentlich anstecken und in ernste Gefahr bringen.
Man kann einem Menschen auch ohne Körperkontakt helfen – wir haben noch viele andere Mittel, einander Mitmenschlichkeit und die Liebe Gottes zu zeigen.
Heutige technische Mittel ermöglichen es uns, Kontakte zu pflegen, ohne dabei ein Gesundheitsrisiko weiterzugeben.
Mitmenschlichkeit praktizieren wir auch, indem wir in Gedanken und im Gebet an die denken, die sich für andere einsetzen, an die Betroffenen und an die, die Angst und Sorgen bedrücken.

Sobald der „Bremsvorgang“ erfolgreich war (auch wenn wir heute nicht wissen, wie lange das dauert), werden wir unsere gewohnten und geliebten Dinge wieder tun können und vielleicht Neues hinzugelernt haben.
Das Wesentliche ist aber, dass wir Menschen solche Herausforderungen nur ­miteinander gut bewältigen können.

Nachgedacht – Gedanken von Dekanin Dagmar Häfner-Becker

Wofür wir Gottesdienste brauchen – 16. Dezember 2020
Vom Sorgen um die Seele – 16. Dezember 2020
Was bleibt – 3. Mai 2020
Und was passiert nach Ostern? – 19. April 2020
Was ist an Ostern schon normal – 8. April 2020
Ich mag keine Veränderung – 6. April 2020
Warten auf bessere Zeiten – 30. März 2020
„Ist das gottgewollt?“ – 23. März 2020

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