Amtseinführung von Pfarrerin Sabine Huber, Jubiläum 70 Jahre Heilandskirche und Gemeindefest in Bernau

Amtseinführung von Pfarrerin Sabine Huber, Jubiläum 70 Jahre Heilandskirche und Gemeindefest in Bernau
Bildrechte Ulrich Otto

Der Tag begann mit einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen im Garten der Kirche. Dabei wurde an das 70jährige Jubiläum der Heilandskirche erinnert. Dazu war eine Fotowand ausgestellt, die einen historischen Rückblick auf die Entwicklung der Heilandskirche zeigte.
Prädikant Günther Mayer übernahm die Begrüßung der zahlreichen Gemeindeglieder und Ehrengäste, darunter mehrere Pfarrer aus den Nachbargemeinden, sowie die Bernauer Bürgermeisterin Irene Daiber und die 3. Bürgermeisterin von Aschau, Frau Monika Schmid.
Die Dekanin hielt die Einführungsansprache. Zunächst sprach sie ihren Dank aus an die engagierten Kirchenvorstände, die während der Vakanz das Gemeindeleben und die Gottesdienste gewährleistet haben. Hier sei besonders gedankt für ihr Engagement: Günther Mayer, Ute Schwarz und Klaus Lerch. Gedankt sei auch Pfarrer Dr. Rother und Pfarrerin Lenz – Lemberg, die die Geschäftsführung und die Kasualien weiter geführt hatten.
Des Weiteren beschrieb die Dekanin den Lebensweg von Pfarrerin Huber. Ihr war der Chiemgau, und insbesondere Aschau, nicht unbekannt, da sie des Öfteren bei ihrer Studienfreundin Betina Heckner zu Besuch war. Pfarrerin Huber ist ein echtes „Münchner Kindl“, die gerne mit Menschen in Kontakt sei. Nach ihrem Abitur studierte sie evangelische Theologie an den Universitäten in München und Heidelberg. Zu weiteren Studien führte sie der Weg nach Hong Kong. Dort studierte sie ein Jahr lang am „Lutheran Theological Seminar“, einer Ausbildungsstätte für Theologen in Asien. Das Seminar unterhält beste Verbindungen zur evangelischen Landeskirche in Bayern, die regelmäßig Professoren nach Hong Kong schickt. Nach den theologischen Examina ging es zuerst ins Vikariat nach Berg am Laim, München. Nach ihrer Ordination fand sie den Weg von 2005 – 2007 zurück nach Hong Kong, wo sie drei Jahre als Pfarrerin in der Gemeinde „Gloria Church“, in Fanling tätig war.
Ihre Gemeinden, bevor sie den Weg in den Chiemgau fand, waren Olching, Mammendorf und Hadern. Sie bringt vielfältige Erfahrungen in den Gottesdiensten, den Kasualien und der Seelsorge mit. Darüber hinaus kennt sie sich mit der Kinder- und Familienarbeit, der Konfirmandenarbeit, der Ökumene und der Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren aus. Frau Huber hat viele Ideen und Erfahrungen bezüglich klassischer und freier Gottesdienstformen in Natur, Kirche und öffentlichem Raum. Ein Herzensanliegen ist ihr die Begleitung von Menschen in Umbruchzeiten, mit dem Schwerpunkt der Unterstützung von Trauernden. „Laßt Euch den Dienst Eurer Pfarrerin gefallen, im gegenseitigen Respekt“, so schloss die Dekanin ihre Ansprache.
Nach dem Bittlied „Komm heiliger Geist“ stellte die Dekanin die Einführungsfrage an den Kirchenvorstand und die Gemeinde, die mit einem einstimmigen „Ja“ beantwortet wurde.
Die Predigt von Pfarrerin Huber orientierte sich am 1. Buch Mose, Kapitel 16, Vers 13 (Du bist ein Gott der mich sieht) und an Psalm 139 ( Gott der Allwissende und Allgegenwärtige). Sie betonte, dass sie sich auf die Menschen hier und neue Begnungen freut. Ihr Herz sei voller Dankbarkeit, auch darüber, das ehemalige Gemeindeglieder, Freunde und Pfarrer aus ihren vorherigen Gemeinden den Weg nach Bernau gefunden haben. Frau Huber dankte dafür, dass sie ihr Leben mit anderen Menschen teilen darf, und blickt vertrauensvoll in die Zukunft. „Gott ist auch da in der Leere, wenn menschliche Ratschläge nicht mehr greifen. Fürchtet Euch nicht, Gott ist da“, betonte die Pfarrerin am Ende ihrer Predigt.
Gemeinsam mit ihrer Hündin Lia bezog Frau Huber das Pfarrhaus neben der Friedenskirche in Aschau. Für ihre neuen Aufgaben wünschen wir Frau Huber viel Kraft, viel Freude und Gottes reichen Segen.
Ulrich Otto